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3. September 2011 - Saale-Orla-Kreis
Im Saale-Orla-Kreis war vom Skinhouse Menfis ein Konzert von BUNKER 16, SELBSTSTELLER, I DON'T LIKE YOU, und OLD GLORY angekündigt. (Quelle: BaB)
 
3. August 2011 - Pößneck
Der NPD-Funktionär André Kapke, der als Objektleiter des Pößnecker Schützenhauses und Organisator des so genannten "Festes der Völker" der rechten Szene bekannt ist, muss wegen einer Beleidigung eine Geldstrafe von 1000 Euro (50 Tagessätze) zahlen.
 
7. Juni 2011 - Pößneck
Die Stadt Pößneck kauft der rechtsextremen Szene das Schützenhaus ab für 180.000€. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten am Dienstag Bürgermeister Michael Modde und Holger Ernst Adolf Janßen, Direktor der britischen Firma Wilhelm Tietjen Stiftung für Fertilisation Limited, vor dem Notar in Pößneck.
 
Juni 2011 - Steinbrücken/Linda
Unweit der Anne-Frank-Ausstellung in Weira kam es zu einer Sachbeschädigung mit politisch motivierten Hintergrund - strafbar nach §86a. Anzeige gegen Unbekannt wurde erstattet.
 

 
27./28. Mai 2011 - Pößneck
Nach einer langen Winterpause ist wieder Bewegung im Schützenhaus. Am Freitagabend begann eine größere Personengruppe einen Arbeitseinsatz. Ob es sich um Sanierungs- oder Demontagearbeiten handelte ist unklar, ein weißer Transporter mit der Aufschrift "bausanierung24.de" und Anhänger wurde genutzt. Am Samstag vormittag nahm die Polizei die Arbeitsmaßnahmen unter Begutachtung.
 
12. Februar 2011 - Pößneck
Zwei junge Männer werden von rechtsgerichteten Gästen und Security aus einem Pößnecker Abendlokal vertrieben. Während einer der beiden vom Barhocker geschubst, in Richtung Ausgang gezerrt wurde und einen Tritt in die Rippen erlitten hatte, belustigten sich der dortige Stammtisch sowie der Ladenbetreiber. Die Angreifer bezichtigten ihre Opfer als "linke Schweine".
 
10. Februar 2011 - Pößneck
Im Lutschgenpark von Pößneck kam es am späten Nachmittag des 10. Februar 2011 zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei rechtsgekleideten Personen und alternativen Jugendlichen. Unmittelbar danach erschien eine weitere Personengruppe, die offensichtlich ebenfalls einen neonazistischen Hintergrund hatte. Sie schlugen auf die verbliebenen Jugendlichen ein und waren nach Zeugenaussagen bewaffnet.
 
In der Nacht zum Freitag sind Scheiben des Schützenhauses und von Fahrzeugen eingeschlagen worden.
 
Die Polizei schließt weder einen politischen Hintergrund aus, noch, dass diese im Zusammenhang mit der Randale in der Straße des Friedens stehen könnten.
 
Februar 2011 - Kahla
Unzählige Aufkleber, Plakate und Sprühereien, die (zum Teil) einen Nazigroßaufmarsch in Dresden bewerben, sind überall in der Stadt zu finden. Hauptaugenmerk legten die Nazis dabei auf den Kahlaer Bahnhof, welcher schon des öfteren Ziel solcher Aktionen war.
 
8.Januar 2011
Vermummte Aktivisten halten ein Schild an einer Tankstelle hoch, auf dem riesen groß und in Druckbuchstaben "Hupen" und klein, sodass man es als Autofahrer nicht lesen konnte "gegen Links" rumfuchtelten.
 
5./6. Januar 2011 - Kahla
Nach einem Einbruch mit Nazi-Schmierereien in der Stadtkirche von Kahla hat die Polizei einen 20 Jahre alten Mann als Tatverdächtigen ermittelt.
 
Er soll bei dem Einbruch mit einem 15-Jährigen unter anderem eine Bibel und ein Messing-Kreuz gestohlen haben, um sie im Internet zu verkaufen, teilte die Polizei Jena am Donnerstag mit. In der Kirche hinterließ er aufgesprühte Schriftzüge einer rechtsradikalen Internetplattform, Nazisymbole sowie antisemitische und antichristliche Parolen. Bei den beiden gefassten Tätern handelt es sich um Mitglieder der FN-Kahla.
 


09. bis 14. Dezember 2010 - Kahla
In den Nächten sind Schmierereien und Schriftzüge der "FN Kahla"
aufgetaucht. ("Volkstod stoppen", "FN Kahla National Sozial") Am Vordach des Bahnhofes wurde ein großes Transparent mit der Aufschrift "Volkstod-Stoppen-FN Jena" angebracht. Dieses hing über mehrere Tage und wurde selbst von den davor stehenden "Ordnungshütern" nicht sofort abgehangen.
 
11. Dezember 2010 - Unterwellenborn
Die Rechtsrockband KATEGORIE C/HUNGRIGE WÖLFE gab ein Konzert, ebenso trat eine Vorband auf. (Quelle: KC)
 
04. Dezember 2010 - Unterwellenborn
"Soliabend für's Braune Haus in Jena" mit 200 Teilnehmern unter Beteiligung der neonazistischen Bands "Frontalkraft" (Brandenburg) und "Ostfront", "Kinderzimmerterroristen" sowie "Hermunduren" (alle Thüringen). Ort der, als privaten Feier angemeldeten, Veranstaltung war das "Alte Labor" in Unterwellenborn bei Saalfeld. "Das Konzert wurde durch einen Rechtsextremisten aus Pößneck organisiert", informierte das Innenministerium.
 
06. Oktober 2010 - Jena, Kahla, Pößneck
Die Saalfelder Ermittler der Soko "Feuerball" hatten 16 Durchsuchungsbeschlüsse, insgesamt waren 200 Polizisten in drei Bundesländern im Einsatz. Die Ermittler suchten "sprengstoffverdächtige Gegenstände oder Materialien", die sich zum Herstellen von Sprengvorrichtungen eignen. Sie konfiszierten Computer, Laptops, CDs und anderen Speichermedien.
 
11./12. September 2010 - Jena, Kahla, Pößneck, Saalfeld
Hausdurchsuchungen und Festnahmen zur Verhinderung eines rechtsmotivierten Brandanschlags.
 
7. August 2010 - Kahla
Ein Jugendlicher wurde auf seinem Heimweg von der Arbeit von mehreren Mitgliedern des FN vom Fahrrad getreten. Als er sich in ein Geschäft retten wollte, wurden ihm Glasflaschen hinterher geworfen. Sein Fahrrad wurde gestohlen.
 
24. Juli 2010 - Pößneck
"Open Air-Konzert" unter dem Motto "Sommer, Sonne, Freiluft" auf dem Hinterhof des Schützenhauses (20:00 - 0:30 Uhr). Die Veranstaltung mit ca. 180 Teilnehmern wurde mehrere Tage vorher als private Feier angemeldet, jedoch im Internet auch mit Flyern beworben und somit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auf dieser Grundlage wurde die Veranstaltung vom Landratsamt zunächst untersagt, was mit einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gera gekiptt wurde.
 
27./28. Juni 2010 - Kahla
In der Nacht beschmierten "FN-Aktivisten" das Auto eines vermeindlichen politichen Gegners mit rechten Schriftzügen.
 
19. Juni 2010 - Unterwellenborn
Die Rechtsrockband KATEGORIE C/HUNGRIGE WÖLFE spielte unter freiem Himmel auf dem Gelände eines Motoradclubs. (Quelle: Bandhomepage)
 
12. Juni 2010 - Pößneck
Der sogenannte "9. Thüringentag der nationalen Jugend" wird kurzfristig nach Pößneck verlagert und mit ca. 40 Teilnehmern ohne nennenswerten Erfolg durchgeführt. Als Veranstaltungsort diente der Lutschgenpark. Etwa 300 Menschen protestierten gegen das Neonazitreffen, bei dem es zahlreiche Infostände, Bandauftritte und Redebeiträge gab.
 
15. Mai 2010 - Unterwellenborn
Konzert mit der rechtsextremistischen Band "Noie Werte" aus Baden-Württemberg. Die ca. 75 Besucher kamen überwiegend aus Thüringen sowie vereinzelt aus Bayern und Sachsen-Anhalt. Neben direkt versandten Einladungsschreiben des Veranstalters wurde das Konzert im Internet und per SMS beworben. Personen, die daraufhin ihr Interesse an einer Teilnahme bekundeten, erhielten ebenfalls eine persönliche Einladung für sich und eine Begleitperson.
 
März 2010 - Pößneck
Regionale "Aktivisten" der "FN-Strukturen" melden das "Fest der Völker" erneut in Pößneck an. (11.09.2010, Lutschgenpark, Pößneck)
 
27. Februar 2010 - Pößneck
Das Oberverwaltungsgericht Weimar untersagte ein geplantes Konzert im Pößnecker Schützenhaus. In erster Instanz wurde die Veranstaltung jedoch vom Verwaltungsgericht Gera erlaubt. Das vom Oberverwaltungsgericht ausgesprochene Verbot bezieht sich auch auf kleinere Veranstaltungen in einzelnen Räumen, wie Anfang Februar als mehrere rechtsextreme Bands während einer solchen Party im Schützenhaus auftraten. (Quelle: Elsterpiraten)
 
13. Februar 2010 - Neustadt/Orla
Auf dem Heimweg von einer Demonstration gegen einen Naziaufmarsch in Dresden, wurde eine junge Frau in Neustadt/Orla von einem Auto aus, mit Steinen beworfen. Das Auto hatte den unter Rechtsextremen weit verbreiteten Aufkleber "Todesstrafe für Kinderschänder" auf der Rückscheibe. (Quelle: THO)
 
06. Februar 2010 - Pößneck
Ca. 100 Personen aus Thüringen nehmen an einem Rechtsrock-Konzert im Schützenhaus teil. Laut Veranstalter sollte zu der "Wohnungseinweihungsfeier" ausschließlich die Gruppe "Nordic Blue"
auftreten. Unbestätigten Informationen zufolge spielten dann aber die Bands "12 Golden Years", "Krakus Interruptus", "Frontal 18" sowie zwei weitere unbekannte Bands.
Das Landratsamt untersagte die Nutzung der Räumlichkeiten wegen baurechtlicher Mängel, diese Entscheidung wurde durch das Verwaltungsgericht in Gera teilweise aufgehoben.
Im Lauf der Nacht kam es zu einem Anschlag auf die Schaufensterscheibe der Initiative ABC.
 


20. November 2009 - Pößneck
Unter dem Motto "Modde macht das Häuschen zu, drum gönnen wir ihm keine Ruh!" demonstrierten 50 Neonazis und Sympathisanten durch die Innenstadt vor das "Schützenhaus".
Auf der Website "aktionsbüro.oog" heißt es: "Als Abschlußpunkt für die Demonstration wurde das Büro des "Aktionsbündnis Courage" gewählt und auch hier sprach ein regionaler Aktivist. Er ging in seinem Redebeitrag auf die Aktivitäten des Aktionsbündnisses ein, welche nicht gerade für Courage stehen."
 
6. November 2009 - Pößneck
Spontandemonstration der "Freie Kräfte". Ca. 40 rechtsgesinnte Personen demonstrieren nach der Versiegelung des Schützenhauses durch die Stadt bis vor das Haus des Bürgermeisters und riefen u.a. Parolen wie "Wir lassen uns nicht vertreiben, das Schützenhaus muß bleiben"
 
6. November 2009 - Pößneck
Nach dem Tode von Jürgen Rieger (24.10.2009) lässt die Stadt Pößneck das Objekt "Schützenhaus" zum Schutz des Eigentums mit ordnungsbehördlicher Verfügung verschließen und versiegeln.
 
24. Oktober 2009 - Pößneck
Vortragsveranstaltung mit dem Titel "Nutze die Möglichkeit - Lausche der Erlebnisgeneration" des NPD-Kreisverbandes Saale-Orla mit den "Freien Kräften". Als so genannte Zeitzeugen traten zwei ehemalige SS-Mitglieder auf. In der Pause trat ein rechtsextremes Liedermacherduo auf.
 
28.September 2009 - Kahla
Die Polizei nimmt die Ermittlung auf wegen Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§ 86a StGB) an einer Regelschule in Kahla.
 
17. August 2009 - Pößneck
Ein Wahlkampfpropaganda-Wagen der NPD fuhr über den Pößnecker Kaufland-Parkplatz und verbreitete dort per Lautsprecheranlage Parolen. Zwei Stausee-Urlauberinnen aus Potsdam mit einem Kind, die gerade Einkäufe verstauten, fanden das Geschehen nicht nur gruslig, sondern äußerten hörbar auch ihren Unmut darüber. Daraufhin hat ein junger Mann aus einem Pkw in der Nähe den so genannten Hitlergruß gezeigt und ihnen sei von diesem auch Heil Hitler! zugerufen worden. Die beiden Frauen notierten sich das Kennzeichen und erstatteten gleich danach Anzeige.
 
11. August 2009 - Pößneck
16-17:30 Uhr
NPD-Kundgebung auf dem Marktplatz. Als Redner traten der Bundesvorsitzende Udo Voigt, der Spitzenkandidat Frank Schwerdt sowie Direktkandidat Peter Nürnberger auf. Sie provozierten durch rassistische Hetze. Die Wahlkampfveranstaltung wurde begleitet von kreativen Protestaktionen des Bündnisses "Auf die Plätze, fertig, bunt!". Unmittelbar zu Beginn der Veranstaltungen schnappte sich ein jugendlicher Passant ein NPD-Schild und warf es auf den NPD-Redner. Das führte zu einem Gerangel, bei dem zwei Jugendliche der "Gegendemo" festgenommen worden sind.
 
18 Uhr
Ein silberner PKW mit Jenaer Kennzeichen fährt vollbesetzt mit Neonazis durch Pößneck. In der Gerberstraße halten sie. Zwei Angreifer reißen einen Punk zu Boden und treten in sein Gesicht.
Eine Augenzeugin berichtete außerdem von einer Hetzjagd auf einen dunkelhäutigen jungen Mann nahe dem Netto. Des weiteren wurde ein 19 Jähriger auf dem Nachhauseweg belästigt und geschlagen. Zwei Mitglieder einer linken Jugendgruppe wurden von Nazis mit Totschlägern verfolgt.
 
8. August 2009 - Pößneck
Über Nacht werden die Schilder des Projektes "Toleranzgrenze" beschädigt und zum Teil entfernt.
 
6. August 2009 - Pößneck
Die NPD besucht die Wahlkampfveranstaltung der CDU auf dem Marktplatz. Mit beiden LKWs werden die Kandidaten auf das Fest gebracht. Bei der Anfahrt protestierten vereinzelte Mitglieder der CDU sowie der LINKEN gegen die NPD-Wahltour.
 
5. August 2009 - Pößneck
Das Wahlkampfteam der NPD stört mit Lautsprecher-Ansagen, provokativen Gesten und Zwischenrufen eine Wahlkampfveranstaltung der Partei DIE LINKE auf dem Viehmarkt.
 
Juni 2009 - Pößneck
Neuer Bewohner des "Schützenhauses" ist Andre Kapke aus Jena. Er ist maßgeblich am Aufbau von rechtsextremen Strukturen (siehe "Fest der Völker") beteiligt. Gemeinsam mit anderen Vertretern der Thüringer NPD betreibt er, vom Schützenhaus aus, einen intensiven Landtagswahlkampf. Mit LKWs mobilisieren sie im ländliche Raum relativ ungestört.
 
16. Mai 2009 - Pößneck
Im Internet verkündet NPD Kreisverband Jena das europaweite Nazitreffen "Fest der Völker" in Pößneck veranstalten zu wollen. Auf der Mobilisierungsseite heißt es: "Als Veranstaltungsort hat sich dieses Jahr die Stadt Pößneck ins Spiel gebracht. Pößneck ist nicht nur für das dortige Schützenhaus bekannt, welches Kameraden Rieger gehört. Pößneck ist auch für sein besonders undemokratisches Verhalten im Umgang mit politischen Dissidenten bekannt geworden. In dieser Rolle setzen sich die Damen und Herren des Landratsamtes auch gerne mal über höchstrichtliche Entscheidungen hinweg und was liegt also näher, als am 12.September 2009 auch gegen diese Zustände zu demonstrieren."
 
15. Mai 2009 - Pößneck
Mitglieder der Thüringer NPD, des Kreisverbandes sowie rechtsradikale Jugendliche aus Pößneck besetzten demonstrativ das Schützenhaus, während das Bündnis "Vielfalt in Pößneck" das Kunstprojekt "Toleranzgrenze" öffentlich einweihte. Mit Schildern, um den Nazitreffpunkt herum, soll deutlich werden, wo die Demokratie endet.
 
20. April 2009 - Kahla
Ca. 30 Polzisten stürmen eine "Privatparty" von Neonazis, die anlässlich des Geburtstages von Adolf Hitler feierten.
 
28. März 2009 - Pößneck
Im Schützenhaus sollte ein Konzert stattfinden. Das konnte durch Ordnungsbehörden, aufgrund einer routinemäßige Überprüfung der Anlagen, verhindert werden. Auch die Versuche im großen Hof eine Open-Air-Konzert durchzuführen scheiterten. Rund 20 rechtsextreme Personen erhielten Platzverweise und es kam zu Festnahmen und Anzeigen wegen § 86a.
 


Dezember 2008 - Pößneck
"Schützenhaus" Pößneck – Eröffnung einer Gaststätte oder Verkauf der Immobilie?
Laut einem Zeitungsbericht vom 3. Dezember beabsichtigt der Hamburger Rechtsextremist RIEGER, eine Gaststätte in dem Objekt „Schützenhauses“ zu eröffnen. Eigentlich habe er das „Schützenhaus nicht gekauft, um Geschäfte zu machen. Für eine Million Euro würde er sich jedoch davon trennen. Im Hinblick auf die 2009 anstehenden Wahlen soll RIEGER darauf hingewiesen haben, dass im „Schützenhaus“ Landesparteitage stattfinden könnten. Die von RIEGER im Zusammenhang mit dem „Schützenhaus“ in den Medien publizierte Meldung soll offenbar dafür sorgen, das „Schützenhaus“ wieder in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen. Quelle
 
Juli 2008 - Pößneck
Nachtragsliquidationsverfahren für die „Wilhelm Tietjen Stiftung für Fertilisation Limited“ aufgehoben
Das Landgericht Gera bestätigte mit Entscheidung vom 14. Juli den Beschluss des Amtsgerichts Jena vom 15. Mai, wonach mit der Wiedereintragung der unter Leitung eines deutschen Rechtsextremisten stehenden Stiftung in das britische Register das Bedürfnis für eine Nachtragsliquidation entfallen ist. Demzufolge werden die noch vorhandenen Vermögenswerte – darunter die Immobilien „Schützenhaus“ in Pößneck (Thüringen) und „Heisenhof“ in Dörverden (Niedersachsen) – zur weiteren Verfügung an die Stiftung übergeben. Beide Objekte wurden in der Vergangenheit für Veranstaltungen der rechtsextremistischen Szene genutzt.
 
27. September 2008 - Saalfeld, Kahla
Die NPD-Jugendorganisation JN gründete einen neuen Stützpunkt im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit zehn Mitgliedern. Stützpunktleiter ist Andreas EICHLER. Auf der Veranstaltung sprach auch der NPD-Landesvorsitzende Frank SCHWERDT. Weiterhin sollen zwei Musikgruppen aufgetreten sein. In Kahla führte der NPD-Kreisverband einen Info-Stand durch und verteilte Werbematerial in einem Wohngebiet. (Quelle: NPD)
 
21. Juli 2008 - Pößneck
Das Schützenhaus ist wieder im Besitz von Jürgen Rieger.
 
20. Juli 2008 - Pößneck
In der Breiten Straße tauchen erneut große Mengen an NPD-Flyern auf. Unbekannte legten über Nacht in der Hauptgeschäftsstraße und den Nebengassen zwei verschiedene Faltblätter ab. Die Mülleimer waren leider erst am späten Nachmittag damit gefüllt.
 
15. Juli 2008 - Pößneck
Ein 19 Jahre alter, alternativ gekleideter Mann wird von mehreren Personen am hellichten Tag zusammengeschlagen. Er kam gerade aus der Einkaufshalle Netto als ein schwarzer VW Golf anhielt und fünf Personen, die eindeutig der rechten Szene zuzordnen waren, ausstiegen und ihn angriffen.
 
28.06.2008 – Pößneck (Ost)
In der Nacht vom 27.06.2008 zum 28.06. 2008 (2:30 Uhr) kam es im Stadtteil Pößneck-Ost zur Verletzung des § 86 StGB. Eine Gruppe von jungen Leuten grölte in der Plattenbausiedlung „minutenlang“ „Heil-Hitler“. Sie sangen rechtsextremes Liedgut und mehrere Flaschen gingen zu Bruch, so eine Anwohnerin. Drei Personen zogen von Hauseingang zu Hauseingang und klingelten bei bestimmten Personen, die sie beleidigten und zum Rauskommen aufforderten.
 
15. Juni 2008 - Pößneck
Unbekannte legten gezielt etwa 50 NPD-Flyer in das Rondell (runde Banke um Baum) vor der Sparkasse. Durch das beherzte Eingreifen eines ABC-Mitglieds konnte verhindert werden, dass sich das Material verbreitet.
 
15. Juni 2008 - Pößneck
Ca. 2:30 Uhr befindet sich eine Gruppe von Punks und Nicht-Rechten Jugendlichen auf dem nach Hause Weg. Sie halten kurz vor der Shedhalle an und überlegen, ob sie eintreten wollen. Plötzlich stürmen 6-7 Personen im Alter zwischen 17 und 22 Jahren aus der Shedhalle heraus auf die Gruppe zu. In Streetfight-Manier schlagen, würgen und treten sie insgesamt vier Personen. Zwei Personen werden schwer verletzt, davon wird einer im Krankenhaus behandelt. Die Angreifer trugen "Thor Steinar"-Kleidung und sind teilweise bekannte Rechtsextreme.
 
7. Juni 2008 - Pößneck
Zum Brunnenfest im Stadtteil Jüdewein kommt es gegen 0:45 Uhr zu körperlichen Angriffen auf Punks und Andersdenkende durch eine Gruppe rechtsextremer Personen. Die Security konnte nicht verhindern, dass die Angreifer drei Punks am Rande der Veranstaltung getreten und geschlagen haben. Die Freunde der Opfer störten die Rechten durch "Nazis raus!"-Rufe und forderten die Bürger auf einzugreifen. Daraufhin stürmten die Angreifer auf den Platz und verdrängten die übrigen Nicht-Rechten Jugendlichen in Nebengassen. Dabei wurden unter anderem einem 21-Jährigen die Brille vom Gesicht geschlagen, er erstatte Anzeige. Die durch die Opfer herbei gerufene Polizei schaffte es nicht eine weitere Begegnung zwischen den Rechtsextremen und ihren Opfern zu vermeiden, so dass es zu einer erneuten schweren körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen kam. Dabei verletzte sich einer der rechten Angreifergruppe so schwer am Finger, dass er operativ behandelt werden musste.
 
17. Mai 2008 - Pößneck
Am späten Nachmittag fuhr ein PKW durch die Innenstadt aus dem mehrere Personen geschichtsrevisionistische Flugblätter warfen. Die Flugblätter hatten den Titel "Ungeklärt!? Der Fall Rudolf Hess" und konnten gleich von couragierten Bürgern entfernt werden. (Mehr zum "Mythos Hess": www.nadir.org)
 
10. Mai 2008 - Pößneck
Passanten Informierten die Pößnecker Polizei über laute Musik und rechtsextremistische Schreie aus einer Wohnung. Die Polizei stellte die Personalien zweier bei der Polizei bereits bekannter Männer fest. Die beiden Verdächtigen sollen laut Zeugenaussagen unter anderem "Sieg Heil" gerufen haben. Deshalb fertigten die Beamten eine Anzeige gem. § 86 a des Strafgesetzbuches an. (Quelle: DIE LINKE)
 
01. April 2008 - Weira
Der Betreiber der Gaststätte "Fürstenfichte" meldet beim Bürgermeister ein rechtsextremes Konzert an. Der Gemeinderat verbietet die NPD nahe Veranstaltung. Doch der Kneiper war "wild" entschlossen das Konzert im April durchzuführen, deshalb kündigte der Bürgermeister den Pachtvertrag für die Gasträume.
 
15. März 2008 - Neustadt
Im bekannten Skinheadklub MENFIS fand ein Rechtsrockkonzert mit den rechtsextremen Bands ENDSTUFE (Bremen), THE RAMPAGE und HASSERÖDERCREW statt. (Quelle: Bandhomepage)
 
08. März 2008 - Ranis
Etwa 10 bis 15 Jugendliche hielten sich auf dem Vorplatz der Sparkasse in Ranis auf, als 3 voll besetzte Fahrzeuge dort hielten. 10 Personen, welche der rechten Szene zugeschrieben werden können, stiegen aus und begannen eine handgreifliche Auseinandersetzung mit den Worten: "die zwei pack ich mir". Auf die Jugendlichen wurde grundlos eingeprügelt. Eines der Opfer rechter Gewalt erhielt einen Nasenbruch. Der andere Jugendliche kam mit Blessuren davon.
 
26. Februar 2008 - Wurzbach
Nach Angaben des Landesamtes für Verfassungsschutz wurden Exemplare der sogenannten "Schulhof-CD" der NPD sichergestellt. (Quelle: TLfV)
 
23. Februar 2008 - Neustadt/Orla
Im "Skinhouse Menfis" wurde ein RechtsRock-Konzert durchgeführt. Rechtsextreme aus der Region und zahlreiche überregional angereiste Personen hörten ein Konzert der belgischen Musikgruppe "Short Cropped", die schon am 09.02.2008 bei einem Nazikonzert im niedersächsischen Bad Harzburg aufgetreten war. Die Polizei führte Personenkontrollen durch und musste einen alternativen Bandwettbewerb in der benachtbarten "Wotufa"-Halle schützen.
 
25.-26. Januar 2008 - Ranis
Jugendliche aus Ranis erhalten einen Anruf, in diesem wird gesagt: "Wir kommen nach Ranis und bringen euch um ihr Punkerschweine!" Zwischen Mitternacht und 3:00 Uhr haben dann Unbekannte die Eingangstüren des örtlichen Jugendclubs mit einer SS-Runen besprüht.
 
25. Januar 2008 - Pößneck
Im Schützenhaus versammeln sich mehrere NPD-Kader. Darunter auch Ralf Wohlleben, der "Webmaster" der Thüringer NPD ist und im "Braunen Haus" in Lobeda/Jena wohnt. Weiterhin waren Personen aus Saalfeld und den Saale Orla Kreis zu sehen. Für die Versammlung wurden offenbar die Räumlichkeiten der ehemaligen Diskothek "Kulti" genutzt. Der Raum befindet sich in der Sanierungsphase und der Name des geplanten Treffpunktes "Nachtfalke" prangt in großen Lettern an der Wand.
 
2. Januar 2008 - Pößneck
Erik M. erklärt Jürgen Rieger, dass er kein Interesse mehr habe, das Gaststättengewerbe im Schützenhaus auszuüben, da ihm die Wiedereintragung der Stiftung bzw. Beendigung der Nachtragsliquidation ganz einfach zu lange dauerte. Er ist weiter Hausmeister tätig sowie für den "Objektschutz" zuständig, bis die Stiftung wieder eingetragen ist und ein neuer Pächter gefunden wird.
 
Januar 2008 / Dezember 2007 - Pößneck, Krölpa
Im gesamten Stadtgebiet werden Aufkleber im autonomen Stil verklebt. Themen sind vor allem "Antikapitalismus" und "nationaler Sozialismus". Das Material bestellten junge Neonazis offenbar von der Propagandaseite xxx.resistore.xx. An manchen Tagen können bis zu 50 Aufkleber oder mehr abgerissen werden.
 


10./11. November 2007 - Neustadt/Orla
Im "Skinhead"-Club Menfis wurde verfassungswidrige Musik gespielt. Zeugen hörten "Adolf Hitler"-Gegröle einer auftrettenden Musikband bis vor das Gebäude. Die Polizei führte außerhalb des Geländes Kontrollen durch.
 
9./10. November 2007 - Pößneck
Zwei junge Männer halten mit ihrem Wagen vor einem gastronomischen Betrieb in der Breiten Straße und schlagen gezielt die Fensterscheibe ein, dann fahren sie weiter. Der Besitzer des Geschäftes ist nicht in Deutschland geboren und muss Fremdenfeindlichkeit auch oft im Alltag erdulden. In der Nacht zum 10. November - 69. Jahrestag der Pogramnacht 1938 - wurde er wieder ein Mal von Neonazis aus dem Schlaf gerissen. Eine Videokamera hat das Geschehen aufgezeichnet und die Polizei ermittelt nun.
Auch bei einem weiteren Geschäft ausländischer Mitbürgern kam es zu Sachbeschädigungen, außerdem wurde ein NPD-Aufkleber angebracht.
 
2./3. November 2007 - Pößneck
Drei Rechtsradikale (ca. 17-24 Jahre) bedrohten und schlugen einen antifaschistisch eingestellten Jugendlichen in der Poststraße (ca. 2 Uhr). Nachdem sie ihn erkannt hatten, stießen sie ihn zu Boden und beschimpften ihn. Einer der Angreifer kniete sich auf den Betroffenen und schlug ihn mehrmals in die Nierengegend. Der 15-Jährige konnte sich befreien und Richtung Markt rennen, wo zufällig eine Polizeistreife stand. Der minderjährige Jugendliche erstattete leider keine Anzeige, da er Sanktionen wegen seines nächtlichen Aufenthalts fürchtete.
 
29. September 2007 - Neustadt/Orla
In der Nacht des 29. September fand im sogenannten "Skinhouse Menfis" die Musikveranstaltung „Viking-Rock-Night“ statt, in deren Verlauf auch eine rechtsextremistische Band aus Deutschland auftrat. An der Veranstaltung nahmen mehr als 100 Personen aus Thüringen und anderen Bundesländern teil.
(Quelle: Thüringer Verfassungsschutz)
 
4. August 2007 - Pößneck
Gegen den ehemaligen NPD-Kreisvorsitzenden, den 30-jährigen Christian Donath aus Pößneck, ermittelt die Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei wegen des Verdachts der Vergewaltigung. Eine entsprechende Strafanzeige hierzu war am 10. Juni von einer Ex-Freundin erstattet worden. (Quelle: OTZ)
 
August 2007 - Neustadt/Orla
Ein Mitte 30jähriger Mann mit afrikanischer Herkunft sowie seine schwangere Frau wurden von 12 Rechtsextremisten in ihrer Wohnung angegriffen. Die Täter drangen durch das Fenster in die Wohnung der Opfer ein. Während sie die Frau an der Wand festhielten, schlugen die Täter auf dem Bett des Ehepaares auf den Mann ein. Der Betroffene wehrte sich und verletzte dabei zwei der Täter. (Quelle: THO)
 
13. Juli 2007 - Schleiz
Acht Rechtsextreme beteiligten sich an einer Kundgebung im Rahmen der Mitgliederkampagne der NPD.
(Quelle: Thüringer Landesregierung)
 
7. Juli 2007 - Neustadt/Orla
Konzert mit BAKERS DOZEN (Schottland), DISDAINFUL (CZ) und DIE JUNGZ (D) in dem bekannten Skinheadtreff "Menfis".
(Quelle: Interneteintrag)
 
22. Juni 2007 - Pößneck
Gegen 20.15 Uhr liefen zwei Jungen "Heil Hitler!" rufend durch Neustadt. Außerdem zeigten sie den "Hitlergruß". Entsprechende Hinweise eines OTZ-Lesers bestätigte gestern auf Anfrage die Polizeiinspektion Saale-Orla aus Schleiz.
 
Der Behörde zufolge hätten Polizisten nach Zeugenhinweisen zwei Siebzehnjährige in der Bahnhofstraße in Neustadt festgestellt. Es handele sich um einen Jugendlichen aus Neustadt und einen aus Schmieritz. Nachdem die Personalien der beiden aufgenommen worden waren, durften sie wieder gehen. Gegen die Siebzehnjährigen werde allerdings wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen durch das Staatsschutz-Kommissariat der Kriminalpolizeiinspektion in Saalfeld ermittelt.
 
16. Juni 2007 - Neustadt/Orla
Konzert mit den Bands SHORT CROPPED (B) und TMF (GB). Im Rahmen des Konzerts wurden Lieder mit extrem rechten Inhalten wie "Streetfight" von SKREWDIVER oder "Sharp" von ENGLISH ROSE gespielt.
 
15. Juni 2007 - Pößneck
In der Nacht kommt es zu Sachbeschädigungen an einer Pizzaria in der Neustädter Straße. Der Inhaber wird durch zwei laute Schläge aus dem Schlaf gerissen und sieht wie zwei Personen mit Baseballschlägern zum nächsten Dönerladen gehen. Dort bemerken sie eine Videokamera und gehen weiter. In der Breiten Straße werfen die zwei jungen Erwachsenen dann die Schuafensterscheiben eines vietnamesischen Gemüsehändlers ein.
 
Die Polizei hat die beiden Täter mit einem hohen Atemalkoholwert aufgegriffen und geht nicht von einer fremdenfeindlichen Tat aus. Die Beschuldigten dementieren auch einen rechtsextremen Hintergrund. Die Betroffenen haben Angst und möchten weg aus Pößneck.
 
30. Mai 2007 - Pößneck
In einer Pößnecker Schule sind die Lehrkräfte gezwungen die Polizei zu rufen und Anzeige wegen Verwendung verfassungsfeindlicher Kennzeichen zu erstatten. Grund dafür war die Beschriftung zweier Schulbänke mit rechtsextremer Symbolik (Hakenkreuze, Blood and Honour, „Rudolf Hess – Es war Mord!“ u.a.). Der zuständige Lehrer hat die Schulleitung informiert und anschließend die Polizei in Kenntnis gesetzt, da dies wohl schon wiederholt vorgekommen ist.
 
23. Mai 2007 - Neustadt/Orla
Die NPD baut auf dem Markt einen Info-Stand auf. Ein Bürgerbündnis stellt sich den Antidemokraten entgegen. Passanten werden "geschützt" vor der dumpfen Propaganda der völkischen Partei.
 
Mai 2007 - Pößneck
Ein Heranwachsender mit dunkler Hautfarbe wird ständig rassistisch angepöbelt. Der junge Mann, der sich erst seit kurzem in Pößneck aufhält fühlt sich bedroht.
 
16. Mai 2007 - Pößneck
In der Innenstadt (Breite Straße) macht die NPD von 14- 16 Uhr einen Info-Stand. Von der eigentlich geplanten Demonstration gegen die Abwanderung der thüringenischen Jugend wichen die NPD ab. Der Stand kann als "Testballon" für die Landtagswahl 2009 gewertet werden. Die Aktion blieb jedoch ohne Wirkung. Nach eineinhalb Stunden packten sie ihre wenigen Flyer, die noch nicht im Mülleimer der Gegeninitiative gelandet waren, ein. Die demokratischen Kräfte des Saale Orla Kreises lenkten die Aufmerksamkeit auf die demokratische Antwort zur Neonazipartei...
Im Vorfeld wurden NPD-Aufkleber am Schaufenster des ABC und der PDS geklebt.
 
13. Mai 2007 - Pößneck
Auf der 15. Saale Orla Schau, eine regionale Wirtschaftsmesse, fielen dem Veranstalter und anderen verantwortungsbewußten Personen eine Gruppe von Neonazis auf. An den Aufdrucken der T-Shirts konnte man die rechtsextreme Gesinnung deutlich ablesen. Der Veranstalter möchte im nächsten Jahr solche politischen Aussagen verbieten und Hausverweise erteilen.
Offenbar nutzten Anhänger der NPD die Saale Orla Schau für Werbezwecke, an den parkenden Autos wurden Propagandaflyer angebracht.
 
11. Mai 2007 - Pößneck
Während der ersten Street Soccer Nacht an der neuen Sporthalle "Am Rosental" kommt es zu mehreren Körperverlezungen. Das Turnier wurde von ca. 10 rechtsextremen Personen besucht, die mit provozierenden Sprüchen, wie "Heil", "Punkerschweine", etc. gegenüber dem ABC auffiellen. Das ABC war mit einem Info-Stand anwesend und zeigte Zivilcourage-Spots. Es war zu beobachten, dass viele Jugendliche rechtsorientiert sind und dass die rechtsextremen Personen versuchen die Meinungshoheit zu gewinnen.
Die Körperverletzungen gingen teilweise von den rechten Personen aus, was sicher auch dem hohen Alkohlgebrauch geschuldet war.
 
05. Mai 2007 - Langenorla (Kahla)
Infolge einer großen Gedenkveranstaltung anlässlich der Versklavung tausender Zwangsarbeiter für Rüstungszwecke in den REIHMAG-Werken bei Großeutersdorf wurden mehrere internationale Gedenktafeln aus der Region entwendet bzw. zerstört.
 
12. April 2007 - Pößneck
Auf dem Gelände der "kleinen LGS" werden drei Jugendliche (15 Jahre) von rechtsradikal wirkenden Personen angepöbelt, rumgeschubst und tätlich angegriffen. Die Betroffenen wurden als "Zeckenschweine" beleidigt, obwohl sie "ganz normale Jugedliche" sind.
 
10. April 2007 - Krölpa/Ranis
In der Nacht zum Mittwoch werden zwei Punks auf ihrem Weg von Ranis nach Krölpa von rechten Schlägern aufgegriffen und verprügelt, dabei wurde unter anderem eine Brille beschädigt. Die Betroffenen konnten nur über einen steilen Abhang entkommen.
 
31. März 2007 - Miesitz
Eine rechtes Musikkonzert mit ca. 400 bis 600 Besuchern konnte durch die zuständigen Behörden "aufgrund besonderer Umstände" unterbunden werden.


17. August 2006 - Pößneck
Neonazis besprühen den Weißen Turm in Pößneck mit rechtsextremen Symbolen und Lügen
 
31. März 2006 - Pößneck
An die einhundert Neonazis kommen zum Feiern ins Cafe Morhorn.
 
23. März 2006 - Pößneck
Gegen 19 Uhr rufen drei Jugendliche in der Neustädter Straße lautstark die Worte: "Sieg Heil"
 
28. Februar 2006 - Neustadt/Orla
In Neustadt/Orla findet ein Black Metal Konzert statt zu dem ca. 50 Neonazis kommen. Unter Ihnen sind viele Pößnecker Neonazis. Am Rande der Veranstaltung kam es zur politisch motivierten Gewalt gegen einen vermeindlich Andersdenkenden.
 
01. Januar 2006 - Ranis
Am 1. Januar 2006 wurde in Ranis ca. 17:30 Uhr die Scheibe einer Tür von mehreren rechtsorientierten Jugendlichen eingeschlagen. Im Haus wohnt ein "Andersdenkender" mit irakischer Abstammung, er konnte einige Täter erkennen und diese anzeigen.
 


17. Dezember 2005 - Pößneck - ca. 19:30
Körperverletzung: Vor der Bowl Oase (Malzhaus) kommt es zu einer Gewaltsituation. Ein 16 Jahre alter Angehöriger der rechten Szene fühlt sich durch das Grinsen eines Jugendlichen provoziert und schlägt diesem mit dem Ellenbogen ins Gesicht. Ein Freund des Opfers gerät darauf hin in eine heftige verbale Auseinandersetzung.
 
10. Dezember 2005 - Rockendorf
Körperverletzung: Ein 19-Jähriger wird am Rande einer Musikveranstaltung von einem Rechtsradikalen angegriffen. Der Täter zerreist das T-Shirt des Opfers und schlägt zu.
 
02. Dezember 2005 - Pößneck
Sachbeschädigung / Körperverletzung:Während eines Nachtvolleyball-Turniers in der "Oswin Weiser" Schule, zu dem auch bekannte Rechtsextremisten eine Mannschaft stellten, kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen diesen. Vor der Sporthalle beschimpfen sie sich lautstark. Die Scheibe der Tür wird eingeschlagen. Ein Rechter schreit: "Ich will mit euch scheiß Nazis nichts mehr zu tun haben!". Die Polizei spricht ein Hausverbote aus.
 
26. November 2005 - Neustadt
Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen:Im Rahmen eines Musikkonzertes in der Wotufa-Halle in Neustadt stellt sich ein 25 Jahre alter Neonazi an den Tisch einiger ABC-Mitglieder. Nach einer kurzen Rede hebt er den Arm zum Hitlergruß und sagt laut "Sieg Heil".
 
25. November 2005 - Pößneck
Beleidigung und Bedrohung: Ein ABC-Mitglied wird am Telefon massiv belästigt. Gegen 23:30 Uhr ruft Stefan R. die 16-jährige an und beleidigt und bedroht sie.
 
24. November 2005 - Saalfeld (Gorndorf)
Neonazi-Treff / "Geschäftsessen": Als "Hausmeisterservice" getarnt, mietete ein Mitglied der Kameradschaftsszene, ein Haus von der Stadt Saalfeld. Inzwischen ist es ein Treffpunkt für junge und alte Rechtsradikale sowie die NPD. Für den 24. 11. wurde bei den Behörden ein Geschäftsessen angemeldet - der Mietvertrag wird ab dem 30. 11. 2005 gekündigt.
 
23. November 2005 - Pößneck
Schwere Körperverletzung: Ca. 20:00 Uhr, unweit des AOK-Gebäudes wird ein junger Mann und seine Freundin überfallen. Ein roter VW hält neben ihnen und zwei Neonazis springen heraus. Die Angreifer treten dem jungen Mann dreimal ins Gesicht, die Freundin des Opfers wurde beleidigt.
 
13. November 2005 - Pößneck
Versammlung rechtsextremer Jugendlicher: Zum Volkstrauertag finden sich mehrere Neonazis auf dem Oberen Friedhof zusammen. Am Denkmal für die Soldaten des II. Weltkrieges legen sie einen Trauerkranz, mit der Aufschrift: "Ruhm und Ehre - die freien und nationalen Kameraden", ab.
 
11. November 2005 - Pößneck
Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen: Am Rande des Karnevalauftaktes im Schlettweiner Bergschlösschen ist der "Hitlergruß" ausgeübt worden. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen. (OTZ-15.11.05)
 
09. November 2005 - Pößneck
Drei Neonazikader besuchen die Veranstaltung "Damals und Heute - Rechtsextremismus und seine Folgen für Pößneck". Sie musterten die Leute und kommunizierten nicht.
 
5. November 2005 - Rockendorf
Störung einer Musikveranstaltung / Körperverletzungen:Auf einer Musikveranstaltung tauchen ca. 25 Personen, die eindeutig dem rechtsextremen Spektrum angehören, auf und stören das Konzert. Zusammen mit der Security singen sie rechtes Liedgut. Ein bekannter der Musikband wird zusammengeschlagen. Später wird eine weitere Person im Ort angegriffen.
 
04. November 2005 - Pößneck
Nötigung: Eine 16-Jährige Jugendliche wird von einem Rechtsorientierten per Telefon bedroht.
 
2. November 2005 - Pößneck
Morddrohung im Internet: Im Gästebuch des ABCs taucht folgender Text: "Tolles Bild vom [...] "Grünen Frosch" L. [Polizeichef-PN]. Wir werden dies dankend in unsere Kartei aufnehmen und zu gegebener Zeit darauf zurück kommen, nämlich dann wenn es um den Kopf des "Grünen Frosches" geht! Autonome Alternative" Dieser Kommentar bezieht sich auf ein Bild aus der Presse (OTZ).
 
Ende Oktober 2005 - Krölpa, Rockendorf
Körperverletzungen: In Rockendorf werden am Rande einer Musikveranstaltung drei Jugendliche von Neonazis niedergeschlagen. Eines der Opfer musste aufgrund eines Nasenbeinbruchs ins Krankenhaus. In Krölpa wird ein Punk wiederholt herumgestoßen und bedroht.
 
15. Oktober 2005 - Pößneck
Unweit des Meininger Hofs sammeln sich etwa 20 Neonazis zur 7. Pößnecker Kneipentour. Unter anderem schreien sie: "Sieg dem Deutschen Reich".
Gegen 3:30 Uhr kommt es in der Dr. Wilhelm Külzstrasse zu einer Körperverletzung. Ein ca. 16 Jahre alter Rechtsextremer schlägt einen jüngeren Jugendlichen mehrmals ins Gesicht, auch als das Opfer am Boden liegt malträtiert der Angreifer es weiter. Die Polizei beendete den Übergriff, es wurde Anzeige erstellt.
 
08. Oktober 2005 - Pößneck
Körperverletzung: Im Ortsteil Öpitz wird ca. 23:30 Uhr ein Jugendlicher von 3 Neonazis festgehalten und eingeschüchtert. Eine Person boxt das Opfer mehrmals ins Gesicht.
 
30. September 2005 - Pößneck
Schwere Körperverletzung: Ca. 22:30 Uhr wird ein junger Mann von drei Neonazis angegriffen, er hat eine angebrochene Rippe und Prellungen im Gesicht. Der Übergriff fand in der Brauhausgasse statt.
 
27. September 2005 - Saalfeld
Verbotenes Konzert: Nachdem ein Musikkonzert der rechtsextremen Szene in Gotha verboten wurde, versuchten in Gorndorf (Saalfeld) rund 70 Rechtsextremisten weiter zu feiern. Ordnungskräfte untersagten das Treffen, sechs Personen wurden festgenommen und eine Person angezeigt wegen Tragens verfassungsfeindlicher Kennzeichen. Die Polizei versuchte Veranstaltungen, die in der Region stattfanden, abbrechen zu lassen um zu vermeiden, dass sich dort Neonazis sammeln.
 
20. September 2005 - Pößneck
Pöbelei und Körperverletzung: Während und nach der ABC-Veranstaltung "Ich war einer von ihnen" stören ca. sieben rechtsradikale Personen, sie bedrohen Journalisten und schlagen einen jungen Mann.
 
17. September 2005 - Ranis
Körperverletzung: Im Jugendclub in Ranis wird eine Jugendliche von einem ca. 18 Jahre alten Rechtsorienierten die Treppe hinunter gestoßen. Andere konnten ihn abhalten auf die am Boden liegende einzutreten. Das Mädchen verstauchte sich den Fuß und verzichtet aus Angst auf eine Anzeige.
 
15. September 2005 - Pößneck
Legitimer Propagandavertrieb: Seitdem das Schützenhaus eine Adresse besitzt haben die dort wohnenden Rechtsextremen einen CD- und Drucksachen-Vertrieb angemeldet und einrichten dürfen.
 
14. September 2005- Pößneck
Verurteilung wegen Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen: Ein 25-Jähriger aus Pößneck wird zu einer Geldstrafe von 1620 € verurteilt, da er am Rande der Demo gegen Rechts am 11. April "Sieg Heil!" gerufen hatte.
 
10. September 2005 - Pößneck
Beleidigungen und Abgrenzungen: Ein UNICEF-Stand, der zu Gast auf dem Stadtfest war, bekommt es mit Neonazis zu tun. Bedrohungen werden ausgesprochen, u.a. werden auch Kinder angewiesen ihre Finger vom UNICEF-Material zu lassen.
 
07. September 2005 - Pößneck, Saalfeld, Ranis
Propagandaaktion der NPD: In der Breiten Straße werden am Vormittag sogenannte Schulhof - CDs unters Volk gebracht. In einer Raniser Schule werden die CDs ebenfalls verteilt. So wie in mehreren Saalfelder Schulen. Die Aktion ist flächendeckend angelegt und wird vermutlich vom "Schützenhaus" aus koordiniert.
 
Ende August 2005 - Ranis
Jugendclub in rechter Hand: Ein Raniser Jugendclub wird seit einiger Zeit von rechtsextremen und -orientierten Jugendlichen besetzt. Die Schlüssel haben zwei ca. 18-Jährige aus der rechten Szene. Jugendliche, die den Treffpunkt früher nutzten, gehen nicht mehr hin, aus Angst und Desinteresse. Auch Anwohner beschwerten sich schon beim Bürgermeister, dass Neonazis mit mehreren Autos (SLF Kennzeichen) und bestückt mit Baseball-schlägern den öffentlichen Frieden störten.
 
27. August 2005 - Ranis
Körperverletzung: Drei Neonazis gehen auf zwei "Andersdenkende" los. Einer der Gewalttäter verletzt den männlichen Jugendlichen an der Lippe, seine Begleiterin versucht sich vor die Rechten zu stellen, wird aber weggezerrt und herumgestoßen.
 
26. August 2005 - Pößneck
Körperverletzung: Ein Farbiger Jugendlicher wird am Rande einer Musikveranstaltung von einem Neonazi geschlagen und beleidigt. Am darauf folgenden Tag erschienen die Rechtsextremen erneut auf dem Open Air, das zwei Tage lang stattfand, und schlagen und beleidigen erneut.
 
20. August 2005 - Pößneck
NPD-Wahlkampfstand: In der breiten Straße versuchen die Pößnecker NPDler drei Stundenlang Wähler für die Bundestagswahl am 18. September zu gewinnen. Der NPD-Wahlkampf bringt auch eine Flut von Aufklebern im Stadtgebiet, v.a. an Straßenschildern und Dachrinnen zu sehen, mit sich.
 
18. August 2005 - Pößneck
Propagandadelikte: Im Zusammenhang mit der Rudolf Hess-Gedenkveranstaltung (20.8.2005) in Wunsiedel, die dieses Jahr verboten ist, wird ein Flugblatt in Umlauf gebracht. Darin werben die "Freien Aktivisten Pößneck" für den sogenannten "Märtyrer des Friedens" demonstrieren zu gehen
 
17. August 2005 - Pößneck, Ranis
Hetzjagd gegen Andersdenkende: Ein Mitglied des ABCs konnte auf dem "Netto Parkplatz" beobachten, dass aus einer Ansammlung Rechtsextremer heraus, ein Jugendlicher, mit Irokesen-Frisur, gejagt und getreten wurde, weil er sie angelacht hätte.
In Ranis wird ein alternativer Jugendlicher wiederholt von auswärtigen Neonazis (v.a. Kahlaer Kennzeichen) gesucht. Er ist schon seit einigen Wochen im Visier der Rechtsextremen und wurde mehrmals verprügelt.
 
16. August 2005 - Pößneck
NPD-Wahlkampfaktion: Im Rahmen des Wahlkampfes der NPD, wird mit einem Megaphone auf dem Marktplatz eine Rede gehalten, in der vom "Deutschen Reich" gesprochen wurde.
 
13. August 2005 - Pößneck
Körperverletzung vor dem Rosenbrauereifest: Nachdem ein Jugendlicher zwei Neonazis angesprochen hatte, schlagen diese ihn ohne Vorwarnung, vor den Augen der Security und der Gäste, ins Gesicht.
 
07. August 2005 - Friedebach
Körperverletzung: Am Rande eines Dorffestes wird ein junger Mann von Neonazis, die zahlreich zugegen wahren, zusammengeschlagen
 
05. August 2005 - Pößneck, Neustadt, Schleiz, Gera
Illegale Propagandaaktion: Ein Bündnis rechtsextremer Kameradschaften produziert und verteilt eine Musik-CD (v.a. an Schüler gerichtet) mit einem roten Cover und der Aufschrift "Anpassung ist Feigheit!". Der Inhalt der CD ist staats- und ausländerfeindlich und stellt eine erhebliche Jugendgefährdung dar..
 
30. Juli 2005 - Pößneck (Saalfeld)
Streit in der rechten Szene: Im Schützenhaus kommt es zu einer Schlägerei unter Angehörigen der rechten Szene. Nachdem drei Neonazis aus der Umgebung Einlass beim "Stützpunktleiter" erbaten, aber dann kein Bier erhielten kam es zur Schlägerei.
 
16. Juli 2005 - Pößneck (Saalfeld)
NPD-Parteitreffen / Körperverletzungen / Nazikonzert: 35 Delegierte aus den thüringischen NPD-Kreisverbänden, sowie Walter Beck, DVU-Chef Thüringens, treffen sich im "Schützenhaus". Nachdem die Presse vehement Zugang verlangt hatte, bricht der "Stützpunktleiter" Sascha S. (JN) die Veranstaltung ab. Im folgenden Pressegespräch im Park, wird die NPD-Landesliste zur B´tagwahl bekannt gegeben: 1. Dr.Rita Hoffmann(DVU), 2. Frank Schwerdt (NPD), 3. Ralf Wohlleben, aus PN: Christian Donath, Patrick Landgraf; Direktkandidat: Uwe Bäz-Dölle (DVU). (OTZ,18. Juli 2005)
Am Abend sind mehrere Nazis zur "70er/80er-Party" an der Shedhalle zugange. Ein 24jähriger wird von drei rechten Gewalttätern zusammengeschlagen. Später gegen 0:30 Uhr wird ein 19jähriger von zwei Neonazis ins Gesicht geschlagen.
In der Nacht zum 17. Juli wird "eine Feier der rechte Szene in Saalfeld" von der Polizei aufgelöst. Es werden 50 CDs mit rechtsextremen Inhalt beschlagnahmt. Es wird ermittelt wegen des Verdachts der Volksverhetzungen.
 
15. Juli 2005 - Pößneck
Verfassungsfeindliches Verhalten: Zwei Mitglieder des Aktionsbündnisses Courage werden von einem Neonazi mit "Heil Hitler" und dem rechten, nach oben gestreckten Arm "gegrüßt".
 
08./09. Juli 2005 - Pößneck
Propagandadelikte / Körperverletzung: Überwiegend in der Innenstadt sind über Nacht Aufkleber der NPD angebracht worden. Inhalt: "Abreißen verboten. Ich klebe doch nicht zum Vergnügen!"; "Wie haben Sie´s nur ausgehalten als ich noch nicht hier klebte?"; u.a.. Weiterhin wird am 8. Juli ein 19jähriger von mehreren Jungnazis am Oberen Bahnhof zusammen geschlagen. Am 9. Juli, zum sogenannten Teichfest in Schlettwein (Ortsteil PN), provozieren und attackieren ca. 15 Neonazis mehrere Jugendliche, die nicht in ihr Schema passen.
 
04. Juli 2005 - Pößneck
Platzverweise: Neonazis erhalten Platzverweise für den Marktplatz, um die vom ABC initiierte Veranstaltung "Wir sehen nicht weg - Tour 2005" nicht stören zu können.
 
02./03. Juli 2005 - Pößneck
Propagandadelikte: Im Bereich des Gymnasiums "Am weißen Turm" werden Aufkleber der NPD/JN verklebt. Die roten 10x15cm großen Aufkleber haben die Aufschrift: "Seht was mit Euren Vätern geschieht! Schluß mit der Verunglimpfung der Wehrmacht!" und zeigen eine Zeichnung in Anlehnung an die "Dolchstosslegende".
 
02. Juli 2005 - Pößneck
Mehrfache Körperverletzungen / "no go area": Ca. 30 Neonazis stören die "Pößnecker Sommernacht" in der Breiten Strasse. Die Polizei ist zeitweise hilflos und wird attackiert, spricht Platzverweise aus und nimmt vier Personen fest. Des weiteren wurde ein angetrunkener, älterer Mitbürger auf dem Marktplatz zusammen geschlagen. Als sich ABC-Mitglieder einschalten, geraten diese in die "Nazihorde" und werden umhergestoßen und geschlagen.
 
30. Juni 2005 - Pößneck
Pachtvertrag im "Schützenhaus": Im Internet taucht die Meldung auf, dass die einstigen Betreiber der Diskothek "Wodan" aus Mücka/Sachsen sich nun im "Schützenhaus" niederlassen. Dies bedeutet, dass sich die Präsenz der Rechtsradikalen durch organisierte Konzerte verstärken kann.
 
Um den 28. Juni 2005 - Pößneck
Sachbeschädigungen: Todesrunen-, SS- und Hakenkreuzgraffiti wurden in der Gasse (Videothek), welche die Thälmannstr. und Neustädterstrasse verbindet, angefertigt.
Am 28.Juni, um 23:30Uhr wurde eine Ansammlung von ca. 15 Neonazis im Bereich des Kaufhauses "Vögele" gesehen.
 
17. Juni 2005 - Pößneck
Körperverletzung, Bedrohung: Vier sehr junge Neonazis schlagen einen Jugendlichen zusammen, da er nicht in ihr Schema passe. Nebenbei zücken sie ein Messer um ihre Macht zu demonstrieren.
 
03. Juni 2005 - Herschdorf
Körperverletzung und verbale Beleidigungen: Eine größere Gruppe Rechtsextremer stört die Bummeltagsfeier einer Schulkasse der Oswin-Weiser Schule. Es kommt zu Handgreiflichkeiten, bei denen ein Absolvent leicht verletzt wird. Unter den Neonazis sind teilweise auch Absolventen einer Hauptschule aus PN-West. Diese tragen "Abschluss - T-Shirts" mit der Aufschrift "18 Old School Racist" (vorn) sowie "Antifa, ihr könnt uns mal" (hinten).
 
29. Mai 2005 - Pößneck - ca. 22.00 Uhr
Massive Bedrohungen gegen zwei Personen - Einschüchterungsversuche: Drei bekannte Nazischläger starten Hausbesuche bei zwei Personen, die einen bestimmten Flyer verbreitet hätten. Es handelt sich um einen Flyer der "Antifaszene" mit dem Aufruf gegen das (Nazi-)"Fest der Völker" (Jena, 11.6.05) zu handeln, womit beide Personen aber nichts zu tun haben. Es kommt zu verbalen Bedrohungen und Anschuldigungen, die Haustür wird mehrmals gerammt, erst durch die Mitteilung, dass Polizei unterwegs sei verschwinden die Neonazis.
 
27. Mai 2005 - Pößneck - ca.15.00 Uhr
Androhung einer Straftat und Beleidigung sowie Bedrohung: Ein ca. 18-jähriger fordert einen alternativ aussehenden Jugendlichen (16), der in einer Bushaltestelle (Bus-Bhf.) sitzt, auf, sich hinzustellen damit er ihn schlagen könne. Er tritt ihm vor das Gesicht, also ohne ihn zu berühren; darauf hin verwickelt das Opfer den Angreifer in ein kurzes "Gespräch" und kann ihn so loswerden.
 
26. Mai 2005 - Pößneck
Körperertüchtigung im Schützenhaus: Die verstärkte Aktivitäten spiegeln sich in Trainingseinheiten im eigens angelegten "Fitnessstudio" wieder. Angeheizt durch faschistoide Musik ist man bis spät in die Nacht aktiv. Des weiteren soll ein Bettenlager eingerichtet worden sein, auch Einzelzimmer für Gäste stehen zur Verfügung.
 
20. Mai 2005 - Pößneck
Körperverletzung und öffentlicher Unfrieden: Am Rande des städtischen Brunnenfestes wird ein 22-jähriger von ca. 6 Neonazis (insg.ca 20 Personen anwesend) geschlagen. Die Besucher der Festver-anstaltung ignorierten die Gewalttat, einzig ein Mitglied des ABC setzte sich für das Opfer ein. Das Auftreten der Neonazis zum Brunnenfest ist ein jährliches Ritual. Sie erschienen im militanten Stil, mit granitverstärkten Lederhandschuhen und ihrer üblichen "Uniform".
 
14. Mai 2005 - Pößneck
Rechtsrock-Konzert mit den Bands Kraftschlag, Agitator und Gegenpol, Redner: Frank Schwerdt, Torsten Heise und Wienroth sowie Tegethoff. Beginn 16 Uhr, im Schützenhaus.
 
08. Mai 2005 - Pößneck
Neonazigraffitis und Provokationen: In der Nacht zum 8. Mai werden Neonazigraffitis im Marktbereich angefertigt ("8.Mai - Tag der Schande"; "SS"; "NW "). Das vom ABC initiierte "Kulturfest für Demokratie" wird kurzzeitig von 6 Provokateuren gestört.
 
30. April 2005 - Pößneck
JN - Demonstration auf dem Marktplatz: Ca. 20 Jungnazis treffen sich am Schützenhaus (11.00Uhr). Angeführt von Frank Schwerdt (Landes-vorsitzender NPD), der einen Redebeitrag hält (vorwiegend "HartzIV-Hetze"), trifft, die Menge auf den komplett abgesperrten Marktplatz ein. Die Demo kann als Misserfolg gewertet werden, da sie nach außen hin wenig Wirkung hatte, jedoch festigte sie die Struktur der Jungen Nationalen (JN) in Pößneck.
 
18. April 2005 - Pößneck
Propagandaaktion zu Montagsdemo: Die Montagsdemonstration der PDS wird von Anhängern der rechtsextremen NPD unterwandert und durch Propagandamaterial geschädigt.
 
Um den 14. April 2005 - Pößneck
NPD-Unterschriftenaktion gegen EU-Osterweiterung.
 
111. April 2005 - Pößneck - ca.14:30
Verbotene Gegendemonstration / Flugblatt "Frontstadt" / Anti-Anitfa-Aktivitäten: Im Rahmen einer Kundgebung gegen "Rechts" (ca.400Bürger) präsentieren sich ca. 20 Pößnecker Neonazis (mit JN-Flaggen) auf der Rathaustreppe. Unterstützt durch Anti-Antifa´s aus Jena und Altenburg (darunter Andre Kapke) infiltrierten sie die Demo. Es wurden Platzverweise erteilt, die zunächst nicht wahrgenommen wurden. Am Abend: Zusammenrottung von ca. 100 Neonazis im "Schützenhaus".
 
02. April 2005 - Pößneck - ab 15:00
NPD-Landesparteitag / Ex-"Landser" Konzert / Propagandavertrieb: Ca. 1000 Neonazis aus Deutschland (v.a. aus Sachsen, Franken) und anderen europ. Ländern (Italien, England) treffen sich zum Feiern und Kontakte schmieden im Pößnecker "Schützenhaus". Die Polizei ist unterbesetzt (ca.70) und machtlos gegen das verbotene Konzert. Seit diesem Tag sind fast täglich Aktivitäten im Objekt zu beobachten.
 
23. März 2005 - Pößneck - ca.19:45
Körperverletzung / Nötigung: Neonazi-Hetze gegen "Andersdenkende". Ca. acht Jungnazis (darunter auch Frauen) greifen eine sich auflösende Gruppe Linksalternativer mit Baseballschlägern an.
 
12. März 2005 - Neustadt/Orla
Sachbeschädigung / Nötigung / Körperverletzung / verfassungsfeindliches Vergehen: Übergriff von 15-20 Neonazis (2 Frauen) auf das Jugendcafe Exil. Belagerung des Gebäudes bis ins Morgengrauen.
 


18. Dezember 2004 - Pößneck
Eine Versammlung von rechtsradikalen Jugendlichen an den Gräbern der im II. Weltkrieg gefallenen Soldaten wird von der Polizei aufgelöst. Die Neonazis stimmen ein Lied an, antrollen ein Spruchband und tragen Fahnen.
(Ostthüringer Zeitung vom 23.12.2004)
 
29. Oktober 2004 - Pößneck
Mindestens sechs Geschäfte, Imbisse und Restaurants, deren Betreiber aus dem Ausland kommen oder ausländische Angestellte haben, wurden beschmiert. ("Wir hassen euch"; "Ihr seit nicht erwünscht") (Ostthüringer Zeitung vom 30.10.2004)
 
11. September 2004 - Pößneck
Neonazikonzert mit "D.N.A.", "Legion Germania" (Bayern) u.a. [50-70 Teilnehmer] (Verfassungsschutzbericht 2004)
 
21. August 2004 - Pößneck
Neonazikonzert mit den Geraer Bands "Eugenik" , "D.N.A." (Deutsche Nationale Antisemiten) u.a. [90 Teilnehmer] (Verfassungsschutzbericht 2004)
 


13. Dezember 2003 - Pößneck
Der Rechtsanwalt Jürgen Rieger ersteigert das einstige Kulturhaus, das "Schützenhaus", für 360.000€ bei einer Grundstücksversteigerung in Berlin. Es umfasst ein Restaurant, eine Disco, einen Biergarten, eine Schießanlage und ein Festsaal für über 500 Personen. Der Mietvertrag mit einem Dönerladen im Restaurantbereich wurde gekündigt.
 
November 2003 - Pößneck
Der Rechtsanwalt Jürgen Rieger ersteigert das einstige Kulturhaus, das "Schützenhaus", für 360.000€. Es umfasst ein Restaurant, eine Disco, einen Biergarten, eine Schießanlage und ein Festsaal für über 500 Personen. Der Mietvertrag mit einem Dönerladen im Restaurantbereich wurde gekündigt.
 
7. September 2003 - Pößneck
Nachdem ein Linksalternativer am Vortag zusammengeschlagen wurde, begeben sich etwa zehn Jugendliche zu einem Protestmarsch in die "no go area" Pößneck-Ost. Wieder im E.-J. Rosenberg-Platz angekommen werden sie von ca. 20 Neonazis überfallen. Mehrer Personen werden durch Baseballschläger und Schlagringe verletzt. Eine polizeiliche Ermittlung wird eingestellt. (Abad-Chronik)
 
5. September 2003 - Pößneck
Gegen 22.00 Uhr stellen sich für einige Stunden 30 Rechte vor den Döner Laden Aladin. Der Besitzer blieb in der Nacht aus Angst in seinem Laden. Um 04.45 Uhr wird seine Ladenscheibe eingeschmissen. (Abad-Chronik)
 
3. September 2003 - Pößneck
Unbekannte schmeißen einen Stein in die Scheibe eines in der Nähe des Pub´s wohnenden Jugendlichen. In diesem Haus halten sich häufig linke Jugendliche auf. (Abad-Chronik)
 
21. August 2003 - Pößneck
Gegen 1:25 Uhr werden zwei Jugendliche beim Verteilen von Aufklebern auf frischer Tat gestellt. Aus dem Auto werden 850 weitere Aufkleber beschlagnahmt. (Ostthüringer Zeitung vom 30.10.2004)
 
19. August 2003 - Pößneck
Am Nachmittag gegen 16.00 Uhr schlagen vier Rechte auf einen linken Jugendlichen ein. (Abad-Chronik)
 
16. August 2003 - Pößneck
Im gesamten Stadtgebiet werden Hauswände mit neofaschistischen Parolen verunstaltet und Plakate zum sogenannten "Rudolf-Heß-Gedenktag" verklebt. (Mündliche Anfrage...) Dabei wurde auch ans Wahrzeichen der Stadt, der "Weißen Turm", in großen Lettern "RUDOLF HESS" gesprüht.
 
Um den 15. Juli 2003 - Pößneck
Serie von Sachbeschädigungen an Gewerberäumen ausländischer Mitbürger. (Mündliche Anfrage...)
 
Um den 7. Juli 2003 - Pößneck
Mehr als 300 Aufkleber rechtsextremen Hintergrunds werden verklebt. "Mein Großvater war kein Möder!", heißt es beispielsweise auf vielen Klebern, die gegen die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht. Dimension des Vernichtungskrieges 1941-1944" polemisieren. Die "Kampagne" sei von der NPD und u. a. auch von "Angehörigen der Bundeswehr" in einem "Nationalen Widerstand" getragen, so die Propaganda-Bildchen. (Mündliche Anfrage...)
 
24.-30. Mai 2003 - Pößneck
Täglich wurden in dieser Woche verschiedene Geschäfte von Ladenbesitzer mit Migrationshintergrund angegriffen. Es trifft insgesamt sechs Läden. Schon seit März und jetzt verstärkt, werden Schaufensterscheiben eingeschmissen und Ladenbesitzer bedroht. Es gab auch Bombendrohungen. (Abad-Chronik)
 
06. Mai 2003 - Pößneck
Nazis werfen einen Backstein in die Scheibe eines Dönerladens im Ort. Am gleichen Tag werden zwei linke Jugendliche von Rechtsextremen verbal angegriffen und geschlagen. (Abad-Chronik)
 
17. April 2003 - Pößneck
Ein libysches Ehepaar wird von einem 42-Jährigen angegriffen und beleidigt. (Mündliche Anfrage...)
 
2003
Im 1. Halbjahr wurden im Raum Pößneck, Neustadt/O und Triptis 18 Delikte der politisch motivierten Kriminalität rechts bekannt. (meist Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen; fünfmal fremdenfeindliche Übergriffe (Körperverletzung, Beleidigung, Sachbeschädigung)
(Auszug aus Mündlicher Anfrage im Thüringer Landtag, 11.09.2003; Protokoll 3/90)br> 


9. November 2002 - Pößneck
Drei Neonazis besuchen einen Vortrag über die "Pogromnacht 1938 in Pößneck" im Evangelischen Gemeindezentrum, anschließend verteilen sie ein geschichtsrevisionistisches Rundschreiben zur Relativierung der NS-Verbrechen.
 


24. November 2000 - Pößneck
NPD-Unterschriftensammlung für das Volksbegehren "Mehr Demokratie in Thüringen" in der Pößnecker Innenstadt. Die Aktion hat kaum Resonanz in der Bevölkerung. (Verfassungsschutzbericht 2000)
 
24. April - Pößneck
Andreas Schönleben aus Pößneck wird zum 2. Stellvertreter des NPD Landesverbandes Thüringen gewählt. (Verfassungsschutzbericht 2000)
 
8. April 2000 - Pößneck
NPD-Demonstration unter dem Motto "Aufstehen! Stoppt die Repressionen gegen den nationalen Widerstand" mit 200 Teilnehmern. Mit lautsstarken Sprechchören und Fahnen liefen die Rechtsradikalen vom Unteren Bahnhof zum Marktplatz. Dort hielt Frederick Seifert aus Bayern einen Redebeitrag. Es kam zu zwei Festnahmen nach dem Rufen des Satzes "Ruhm und Ehre der Waffen-SS".(Verfassungsschutzbericht 2000) Im Laufe des Nachmittags kam es zu einem Überfall von ca. 10 Neonazis auf alternative Jugendliche im Rosenberg-Park.
 
2000
Nach Einschätzung des Landesamtes für Verfassungsschutz "[…] ist die Jugendszene als rechts einzuschätzen, deren sozialer Treffpunkt die Tankstelle ist." Diese wird durch Anwendung von Bedrohung und Gewalt zur "national befreiten Zone". "Das gilt auch für 2-3 Kneipen, einen Häuserblock und manchmal den Markt." (Freies Wort vom 4.6.2000)
 
Bild der NPD Demonstration in Pößneck