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Presseartikel vom 06.11.2009 vom MDR. Pößneck sperrt Rechte aus Schützenhaus Nach dem Tod des NPD-Funktionärs Jürgen Rieger hat die Stadt Pößneck das von Rechtsextremisten genutzte Schützenhaus gesperrt. Pößnecks Bürgermeister Michael Modde sagte MDR 1 RADIO THÜRINGEN, das Haus sei vom Ordnungsamt im Rahmen einer Eigentumssicherung für die Erben versiegelt worden. Rieger kaufte Schützenhaus Bei dem Schützenhaus handelt es sich um das ehemalige Kreiskulturhaus der Stadt. Rieger hatte es 2003 über seine Londoner "Wilhelm-Tietjen-Stiftung für Fertilisation" für 360.000 Euro gekauft hatte. Seither war es immer wieder für Veranstaltungen der rechtsextremen Szene genutzt worden. Erst vor zwei Wochen führte der NPD-Kreisverband Jena dort einen Vortrag mit zwei ehemaligen SS-Männern durch. Im September versammelten sich hunderte Rechtsextreme an dem Haus, um ein sogenanntes Fest der Völker zu feiern. Die Stadt hatte sich in der Vergangenheit mit juristischen Mitteln darum bemüht, die Immobilie dem Zugriff der Rechtsextremen zu entreißen - konnte sich aber damit nur vorübergehend durchsetzen. Rieger soll Szene nichts vererbt haben Rieger war am 29. Oktober im Alter von 63 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Einem Bericht des NDR zufolge wird im Testament des einstigen NPD-Bundesvize allein seine Familie begünstigt, die keinen Bezug zur rechtsextremen Szene habe. Zu Lebzeiten soll der vermögende Anwalt die NPD finanziell unterstützt haben. Medienberichten zufolge steht die rechtsextreme Partei bei Rieger bzw. nun bei seinen Erben mit mehreren hunderttausend Euro in der Kreide. ZURÜCK |