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Presseartikel vom 25.02.2008 aus der OTZ. Dokumentation der NS-Zeit in Pößneck Neue Geschichtswerkstatt sucht Zeitzeugen Pößneck (OTZ/mko). Das Aktionsbündnis Courage will eine Dokumentation über die NS-Zeit in Pößneck erarbeiten. Im Mittelpunkt sollen Ereignisse und handelnde Personen der Jahre 1922 bis 1945 stehen. Für diese Aufgabe wurde eine Geschichtswerkstatt gegründet und die jungen Leute haben einen Forschungsauftrag der Stadt Pößneck, teilt das Aktionsbündnis mit. Die Geschichtswerkstatt will Archive sichten, bittet aber auch Bürgerinnen und Bürger aus Pößneck und darüber hinaus um Unterstützung mit Fotos, Dokumenten und anderen Materialien jener Jahre. Gefragt seien nicht zuletzt Zeitzeugen, die über das Pößneck der 30er und 40er Jahre berichten könnten. Die Form der Befragungen und der Umgang mit den Aussagen werde individuell abgesprochen. "Der Stand der lokalen Geschichtsschreibung über die NS-Zeit erscheint mangelhaft", begründen Philipp Gliesing und Sebastian Klauder von dem Pößnecker Aktionsbündnis die Notwendigkeit der geplanten Dokumentation. So existierten beispielsweise keine Publikationen über die Pößnecker NSDAP-Ortsgruppe, die schon 1922 aktiv gewesen sei. "Gerade diese Unwissenheit über die Geschichte vor der eigenen Haustür bereitet einen Nährboden für revisionistische und rechtsextreme Einstellungen", sagen die jungen Leute. Die neue Geschichtswerkstatt will eine "Plattform für einen fairen Austausch zwischen den Generationen" sein. Angestrebt wird die Zusammenarbeit mit Schulen und Heimatforschern. Die Forscher des Aktionsbündnisses sind unter Tel. 0162/8150845 oder info@abc-poessneck.de zu erreichen. |